So viele Neuigkeiten wie in diesem Monat gab es schon lange nicht mehr und deshalb ist dieser Newsteil wohl auch der größte, den wir bisher hatten. Neben der Ankündigung von neuen G3-Boards von Phase 5 und Met@box gab es aber auch aufregende Neuigkeiten rund um das AmigaOS 3.5.
von Felix Schwarz
Neues rund um das AmigaOS 3.5
Nachdem wir in der Vergangenheit
berechtige Zweifel an der Ernsthaftigkeit, Existenz und
Innovationsfreude von AmigaOS 3.5 gehegt haben, wurden nun
endlich erste Details zu AmigaOS 3.5 bekanntgegeben. Dies geschah
in der Form eines Homepage-Updates bei Amiga International (http://www.amiga.de/).
Gleichzeitig wurde auch die Homepage der Entwicklungsabteilung
Amiga, Inc. (http://www.amiga.com), bisher als glaubwürdigere
Quelle von Informationen bekannt, ersatzlos gestrichen und durch
die von Amiga International ersetzt. Damit hat die Homepage der
Vertriebsabteilung, die mit Entwicklung eigentlich nichts zu tun
hat, die der Entwicklungsabteilung ersetzt. Das Homepage-Update
hat dabei durch Haage & Partner stattgefunden. Wer sich den
HTML-Sourcecode der AmigaOS 3.5-Homepage (http://www.amiga.de/amigaos35/)
näher ansieht, findet dort auch `<META
NAME="Author"
Content="www.haage-partner.com">`. Wie auch in
unserem Interview zu lesen, hat Haage&Partner in Zukunft die
notwendigen Rechte, um das AmigaOS weiterzuentwickeln, nicht aber
die Rechte an AmigaOS selbst. Die Details, die auf der Homepage
aufgelistet sind, finden Sie in unserer Tabelle "AmigaOS 3.5-Details".
Zusätzliche Informationen können Sie in unserem Interview mit Jürgen Haage nachlesen.
Amiga Inc. ändert den Namen des "Amiga NG"-Betriebssystems auf "AmigaSoft" ab
Amiga Inc. überraschte uns mit einem von dem Team nicht vermuteten Schritt: Anstatt Namenskonflikte zwischen zukünftigen Weiterentwicklungen des AmigaOS des "Real AMIGA" (manche wollen ihn auch gerne "Classic AMIGA" nennen) mit dem Namen "AmigaOS 4.0" und "AmigaOS 5.0" beizubehalten, wurde das neue, auf QNX-basierende OS einfach kurzerhand in "AmigaSoft" umbeannt. Obwohl in einer von den Amiga Network News durchgeführten Umfrage eine deutliche Mehrheit sich mit dem Namen nicht anfreunden konnte und Amiga Inc. mit diesem Schritt MicroSOFT-Witzen Tür und Tor öffnet, wie Fleecy Moss bemerkte, will man an dem Namen festhalten. Schade eigentlich, aber nicht neu, denn wer braucht schon seine potentiellsten Kunden ?
AmigaAMP 2.5 Beta
Eine Beta-Version 2.5 des MP3-Players ist erschienen. Neue Features sind u.a. die Unterstützung der ID3v2-Tags, die es ermöglichen, auch Bilder in ein MP3-File einzubetten. Weiterhin unterstützt die neue Version nun auch die Dekodierung von MP3-Dateien über zusätzliche Karten wie etwa die Prelude oder die MPEGit. Die neue Version ist unter http://amigaamp.amiga-software.com/ downloadbar.
CyberGraphX-Update auf Version 4.1 erschienen
Käufern von CyberGraphX 4.0 steht nun unter http://www.vgr.com/ ein kostenloses Update auf Version 4.1 zur Verfügung, die viele Bugfixes und Verbesserungen enthält. Hinzugekommen ist auch die cgx3Drave.library, die nun, neben Warp3D, einen weitere 3D-Grafikkartenstandard darstellen soll. Ein Test mit Tornado 2.1 führte allerdings zu keinerlei positiven Ergebissen - die cgx3Drave.library verweigerte schlicht den Dienst. Es ist, angesichts der starken und leistungsfähigen Konkurrenz durch Warp3D eher unwahrscheinlich, daß sich die Rave-Library etablieren wird, zumal bisher nur eine Version für den Permedia2 existiert, also die CVisionPPC und die BVisionPPC.
MIU ?
Sie lesen richtig: MIU. Dieses neue Oberflächen-System befindet sich im Moment noch in einem reltaiv frühen Stadium, was sich u.a. auch daran erkennen läßt, daß die aktuellste Version noch die Versionsnummer V0.384 trägt. Wie auf unserem Screenshot zu sehen, sehen damit erzeugte Oberflächen aus, als ob sie auf einem Macintosh erstellt worden wäre .. tatsächlich aber sind alle Oberflächenelemente von MIU durch andere Grafiken zu ersetzen. Im Moment bietet die MIU_Master.library nur relativ simple und einfache Funktionen, die Grafiken zeichnen oder ein Fenster öffnen. Ereignisbehandlung ist ebenfalls schon möglich. Ob MIU allerdings jemals eine Alternative zu MUI darstellen kann, ist mehr als fraglich. Unter http://cs.joensuu.fi/~jpinola/ kann der aktuelle Status heruntergeladen werden.
NewIcons 4.5 verfügbar
Ab sofort ist NewIcons 4.5 erhältlich. Es gibt, außer ein paar Geschwindigkeitsoptimierungen und Bugfixes allerdings keine nennenswerten, neuen Features. Eric Sauvageau, der bisher die Entwicklung der NewIcons leitete, ließ verlauten, daß mit 4.5 das letzte Update von seiner Seite ist. Des weiteren wird auf AmigaOS 3.5 verwiesen, dass ja laut jüngsten Ankündigungen (zu finden auch in diesem News-Teil) auch NewIcons unterstützen soll.
Nordic Global bietet Miami Dx 0.9d zum Download an
Und wieder ist für Miami Deluxe ein Update für registrierte Benutzer erschienen. Mit V0.9d wurden wieder einige kleine Fehler beseitigt und vor allem Änderungen an MiamiTelnet vorgenommen. Unter http://www.nordicglobal.com/ steht Miami Deluxe für registrierte Benutzer zum Download bereit.
News von Phase 5: FlashUpdates und CyberStorm G3/G4
Um Phase 5 gab es seit der BVision PPC keine
Neuigkeiten mehr und in Online-Foren wurde gar schon gemunkelt,
daß Phase 5 sämtliche Aktivitäten im AMIGA-Markt eingestellt
hätten. Nun brachte Phase 5 einige interessante Updates für die
PPC- und 060-Turbokarten-Produktlinie heraus und kündigte ein
neues Hardware-Projekt an, dazu aber später mehr. Das Update der
ppc.library beinhaltet fast nur Bugfixes und einige
Beschleunigungen und Optimierungen. Der an der CVision PPC
geübten Kritik durch uns wurde ebenfalls Rechnung getragen, und
so ist es nun auch endlich möglich, durch ein einmaliges
FlashROM-Update (also das Erneuern der Software auf dem
PPC-Board) das Early Startup Sequence-Menü, sowie das
Shell-Fenster bei einem Start ohne Startup-Sequence und die CS
PPC-Einstellungen auf der CV PPC zu begutachten. Die Performance
hierbei ist zwar relativ gering, aber allemal besser, als sich
einen zusätzlichen ScanDoubler und Monitorumschalter kaufen zu
müssen. Spiele und Anwendungen hingegen, die direkt auf die
Hardware zugreifen benötigen wie gehabt zusätzliche Hardware.
Am 19. März kündigte Phase 5 ein neues
PPC-Prozessorboard an, daß wieder, wie auch schon dessen
Vorgängermodell, die CyberStorm PPC, für den CPU-Slot des Amiga
4000 und 3000 und kompatiblen Modellen (wie etwa diverse
A1200-Towerumbauten) konzipiert sein soll. Als Prozessor soll der
PowerPC750 oder PowerPC7400 zum Einsatz kommen. Dabei ist vor
allem der PowerPC7400 (G4 mit Altivec) sehr interessant, denn er
bietet ungeahnte Leistungsreserven, die jeden Pentium III und
Konsorten im Schatten stehen lassen, und das, indem er diese
Prozessoren ganz einfach in Punkto Geschwindigkeit um Faktoren
schlägt... das die Architektur des PowerPC zudem wesentlich
fortschrittlicher ist, und, wie bei RISC-Prozessoren wie dem
PowerPC üblich, über einen effizienten und reduzierten
Befehlssatz verfügt, sei hier einmal außen vor gelassen... Der
jeweils zum Einsatz kommende PPC-Prozessor wird via u.a. auch auf
dem Mac-Markt üblichen ZIF-Sockel auf dem Board installiert
sein. Die Basisversion der CyberStorm G3/G4 soll mit einem
PPC750/400 MhZ und einem MegaByte Backsidecache ausgeliefert
werden, der mit 200 MhZ getaktet ist. Eine solche Konfiguration
sollte einen 68060/50 nach Angaben von Phase5 um etwa das
15-20fache überflügeln, ein G4 entsprechend mehr. Das
OnBoard-RAM soll nicht in Form von der im Amiga-Sektor
verbreiteten PS/2 SIMMs aufgesteckt werden, sondern über
sogenannte SDRAM-Module, die mittlerweile günstiger und vor
allem schneller (bis zu 580 MB/s) als PS/2 Simms sind. Dabei ist
eine Aufrüstung bis auf 1 GByte FastRAM durchaus denkbar. Die
Treibersoftware (etwa zukünftige Kickstart-Versionen), die zum
Betrieb einer solchen PPC-only-Lösung nötig ist, soll in ein
512KB großes Flash-ROM geladen werden können und beim Start des
Rechners dann ausgeführt werden. Der wirklich beschreibbare
Anteil soll aber nach Angaben von Phase 5 bei nur 480 KB liegen.
Dieses Feature soll nach Angaben von Phase 5 vollständig
dokumentiert und öffentlich zugängig sein, was wohl auch
notwendig ist, da Phase 5 selbst keinerlei Software mit dem Board
ausliefern will und laut Presseerklärung auf AmigaOS 3.5, WarpUP
und die 68K-Emulation von Haage&Partner zurückgreifen will.
In einer späteren Ankündigung wurde aber auch klar gestellt,
daß man nicht auf die Emulation von Haage&Partner angewiesen
sei, da es ja auch andere Emulationen gebe (gemeint ist hiermit
wohl die lizensierbare 68K-Emulation von Motorola oder auch die
68K-Emulation des UAE). Das Board soll zudem eine vollständige
PCI 2.1-Implementation anbieten und es somit Drittanbietern
ermöglichen, PCI-Busplatinen anzubieten. Auch hier will Phase5
selbst nicht tätig werden.
Das Alles klingt relativ verlockend, hat allerdings
einen gewaltigen Haken: Phase 5 will mit der eigentlichen
Entwicklung des Boards erst dann beginnen, wenn 1000 (!)
Vorbestellungen vorliegen, was einige Zeit dauern dürfte, wenn
man berücksichtigt, daß die Kunden auch noch mit 250 DM in
Vorleistung treten sollen, diese allerdings zurückerhalten
sollen, wenn die Entwicklung scheitern sollte. Um das Vertrauen
des Kunden zu gewinnen, will Phase 5 die Vorbestellungen über
einen Notar abwickeln lassen und einen Preisnachlass um etwa 250
DM gewähren. Ab dem Zeitpunkt, in dem Phase 5 sich letzendlich
entscheidet, dass das Board entwickelt wird, sollen 4 Monate
vergehen, bis es ausgeliefert werden kann, da angeblich der
Großteil des Projekts bereits als Teile anderer Projekte
fertiggestellt worden sein soll. Ob Phase 5 diese (bereits
dritte) Ankündigung (in Richtung PPC-only-System) wahr machen
wird/kann, bleibt zu abzuwarten. Im Internet sind mittlerweile
schon Meldungen aufgetaucht, denen zu Folge die 1000 Bestellungen
bereits vorliegen würden. Ob diese Information korrekt ist,
ließ sich allerdings bis Redaktionsschluß nicht feststellen.
Nachdem schon am ersten Tag nach der Ankündigung von Phase 5
starke Kritik an dem Projekt laut wurde, gab Phase 5
Nachbesserungen und weitere Details bekannt und will nun auch
einen UW-SCSI-Controller und drei Firewire-Anschlüsse
integrieren. Gleichzeitig wurde der anvisierte Preis auf 949 EURO
(G3/400 MhZ) bzw. auf 899 EURO (G4/300 MhZ) gesenkt. Auch zu dem
angeblich hohen Preis der Karte wurde Stellung bezogen und auf
die üblichen Preise im Macintosh-Markt verwiesen, die, ohne
SCSI-Controller, PCI 2.1-Implementation, FlashROM und andere
AMIGA-spezifische Merkmale gerade 300 DM günstiger wären. Die
zum Einsatz kommende 68K-Emulation (ob das nun die von
Haage&Partner oder eine andere sein wird, wurde nicht
bekanntgegeben) soll nach Schätzungen von Phase 5 eine
Geschwindigkeit erreichen, die etwa 50%-80% höher liegen soll,
als die eines echten 68060/50. Sehr überraschend kam dann auch
die Ankündigung der Blizzard G3/G4 für den A1200. Näheres
hierzu entnehmen Sie bitte unserem Info-Kasten.
Mehr Informationen zu dem Projekt gibt es auch unter http://www.phase5.de/.
YAM 2.0 Preview 7 ist da!
Wieder um einige Bugfixes und zusätzliche Features reicher ist die neue Preview-Version von YAM 2.0, die ab sofort unter http://www.yam.ch/ downloadbar ist.
Neuer Macintosh-Emulator Basilisk II
Nachdem es von Christian Bauer gerüchteweise hieß, er würde die Amiga-Entwicklung einstellen, überrascht es umso mehr, daß er einen neuen Macintosh-Emulator vorstellt, zu dem auch der Sourcecode verfügbar ist und unter der GPL (GNU Public Licence) vertrieben und benutzt werden darf. Basilisk II ist ein 68K-Macintosh-Emulator, der entweder direkt auf die 68K-CPU des AMIGA zurückgreift oder eine eigene 68K-Emulation benutzt. OS8.0 ist, wie auch mit Fusion und Shapeshifter 3.10 ebenfalls lauffähig, allerdings machte der Emulator in unserem Test einen relativ instabilen Eindruck.
NewTek-News
Der Hersteller NewTek, der sich im Amiga-Sektor unter anderem mit "Lightwave" einen Namen gemacht hat, kündigte an, sowohl große Teile des Flyer-Sourcecodes verfügbar zu machen, um Entwickler besser zu unterstützen, als auch TVPaint, eine Bildverarbeitung, zum kostenlosen Download anzubieten. Die Dateien sollten bei Redaktionsschluß unter http://www.newtek.com/ bereitstehen.
Daytona - Java für den AMIGA!
Dem AMIGA-User bisher vor allem als Hersteller von netzwerkorientierter Software wie Miami und Miami Deluxe bekannt, kündigt Holge Kruse/Nordic Global (http://www.nordicglobal.com) mit Daytona ein Produkt aus einem (wenn auch nicht gänzlich) anderen Sektor an. Daytona ist ein "Java 2 Runtime System" für den AMIGA, das auf der sogenannten "Java 2 Platform" von Sun Microsystems basiert. Daytona soll den vollen, durch Sun definierten Funktionsumfang und somit 100-prozentige Kompatiblität mit den offiziellen Java-Spezifikationen bieten. Von Daytona sollen drei unterschiedliche Versionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang verfügbar sein: Bei der kostenlosen Basisversion, die den einfachen Namen "Daytona" tragen soll, handelt es sich um eine komplett multithreadete, also als Haupttask mit Subtasks, realisierte Lösung, die keinerlei Unix-Emulationscode oder -Libraries wie etwa die allgemein "beliebte", weil teilweise sehr instabile ixemul.library zum Einsatz benötigt. Dies garantiert dem User eine hohe Stabilität und Zuverlässigkeit. Ebenso sollen Dateioperationen, Sockets (die im Netzwerkbereich zum Einsatz kommen und die Basis für TCP/IP-basierende Kommunikation bereiten) und die Handhabung von URLs und Internet Protokollen zum Standardumfang gehören. Um auch plattformunabhängige Oberflächen zu ermöglichen enthält Daytona eine Implementation des AWT, die aber nicht direkt mit dem AmigaOS zusammenarbeitet. Swing und Java 2D aus der Java Foundation Class (JFC) sowie CORBA runden schließlich die Funktionliste ab. Eine zweite Variante von Daytona trägt den Namen "DaytonaDEV" und soll zusätzlich einen Java bytecode-compiler, einen entsprechenden Launcher sowie alle dazu benötigten Runtime-Klassen enthalten. Auch diese Variante ist kostenlos erhältlich. Damit sich Daytona für Nordic Global auch finanziell lohnt gibt es schließlich noch DaytonaPLUS, die dritte Variante von Daytona, die eine Reihe weiterer nützlicher Features abdeckt. So ist in DaytonaPLUS ein direkt mit dem AmigaOS verbundenes AWT zu finden, daß sowohl Picasso96 als auch CyberGraphX unterstützen soll, und auch die Swing-Klasse soll mit BOOPSI zusammenarbeiten. Mit DaytonaPLUS soll zudem das Ausführen sogenannter Java Applets sein. Diese Applets können entweder mit einem speziellen stand-alone Programm ausgeführt werden, oder aber durch den Zugriff auf eine normale Amiga Shared Library, die es dann etwa ermöglicht, Java Support direkt in einen WWW-Browser zu integrieren. DaytonaPLUS beinhaltet zudem Unterstützung für den PowerPC, greift dabei allerdings auf die ppc.library zurück. Schade, denn so wird die PPC-Version von Daytona für viele PowerUP-Board-Besitzer nicht zu benutzen sein, denn WarpUP von Haage&Partner findet eine immer größere Verbreitung und wird mit AmigaOS 3.5 zum offiziellen PPC-Treibersystem. Des weiteren soll DaytonaPLUS auch einen JIT-Compiler (Just In Time) für 68K und PPC beinhalten und auch vorkompilierte Java-Runtime-Klassen für 68K und PPC sollen dann unterstützt werden. Die ersten öffentlichen Betas von Daytona sollen im Sommer diesen Jahres verfügbar sein, ein Preis ist noch nicht bekannt, soll aber noch angekündigt werden. Abschließend bleibt zu hoffen, daß Nordic Global hält, was der Name verspricht und uns schon bald die Türe in Richtung JAVA ganz weit aufstößt und somit mit vielen leistungsstarken und kostenlosen Applikationen versorgt.
Nova Design kündigt PowerStation Vol.1 für ImageFX an
Der kanadische ImageFX-Hersteller Nova Design bringt mit PowerStation die erste Reihe von PPC-Effektmodulen für ImageFX heraus. Die für 100 US$ (etwa 150-200 DM) doch recht teuren Effektmodule sind die PPC-Umsetzung der bereits bekannten und im Standard-Lieferumfang von ImageFX enthaltenen ImageFX-Effekte Bubble, Fire, Clouds, Liquid und FXForge. Bereits registrierte ImageFX 3.x-User können für rund 80 US$ eine Vorbestellung bei Nova Design abgeben.
Der A5000 lebt ?!
Gerüchten zufolge soll der A5000 von DCE nun doch noch kommen. Dabei soll auch ein Betrieb der Escena-G3-Karte möglich sein. Desweiteren sind Zorro 2 und PCI-Slots vorgesehen. Letztere müssen allerdings erst durch eine Steckbrücke aktiviert werden, die wohl zusätzlich erworben werden müßte.
Der Boxer kommt, er kommt nicht, er kommt ...
Mick Tinker, der Chef von Access Innovations, die den Boxer entwickeln, hat uns in einer EMail wissen lassen, daß der Boxer z.Zt. einige größere technische Veränderungen durchmacht und es sich daher durchaus noch einige Monate bis zum Veröffentlichungstermin hinziehen könnte. Eventuell wird der Boxer auch mit einem neuen Set Custom Chips ausgestattet sein, die schneller und flexibler als die AGA-Chips sein sollen, und auch die Darstellung von HiColor-Modi gestatten sollen. Zudem hat Access Innovations an dieser "AA+"-getauften Entwicklung alle Rechte, und da man in England auch vorhat, die Chips anderen Firmen zu liefern, die einen AMIGA-Clone bauen wollen, sollte es in nächster Zeit sehr interessant werden. Das Hauptproblem bei der Produktion neuer AMIGAs ist immernoch, daß die Custom-Chips "ausverkauft" sind und nicht mehr nachproduziert werden. Access Innovations hält mit den noch in Entwicklung befindlichen "AA+"-Chips also eine Schlüsseltechnologie in Händen, die, kombiniert mit der Technologie anderer Hersteller wie etwa Phase 5, zu bahnbrechenden Innovationen führen könnte.
Weitere G3-Karte von Met@box
Met@box, ehemals PIOS, den AMIGA-Usern bisher vor
allem bekannt durch solch utopische Ankündigungen und Werbegags
wie den TransAM, scheinen sich wieder auf den AMIGA
zurückzubesinnen. Mit der Ankündigung der
"AmiJOE"-Karten, einer Abwandlung der für den
PowerMacintosh erschienenen G3-Prozessorboards, ist Met@box nun
schon die dritte Firma, die ein G3-Projekt für den AMIGA bringen
will. Dabei soll, wie bei den G3-Projekten von Escena und Phase 5
auch, der G3 als alleiniger Prozessor im System operieren. Die
Karten sollen in Versionen für den A1200, den A2000, A3000 und
A4000 verfügbar sein und mit 333 MhZ bzw. 400 MhZ getaktet sein.
Dabei soll die Taktfrequenz des "Local Bus" bei 66 MhZ
für den A1200 uznd 100 MhZ für die restlichen Modelle liegen.
Desweiteren soll ein USB-Anschluß zu finden sein. USB (Universal
Serial Bus) ist eine jahrzentealte Entwicklung, die z.Zt. auf dem
PC- und Mac-Markt als absolute Innovation und Neuheit verkauft
wird und den Anschluß von mehreren externen Geräten wie
Scanner, Floppy-Laufwerk und neuerdings sogar Festplatten und
CD-ROM-Laufwerken erlaubt. Auch die AmiJOE-Karte setzt auf einen
PCI-Connector und der damit vorhandenen Option auf den Anschluß
von günstigen PCI-Karten. Weiterhin soll auch hier das RAM in
Form von SDRAM-Modulen aufgesteckt werden und die Software der
Karte via Flash-ROM eingespielt werden können. Erscheinen soll
die Karte zu Beginn des 3. Quartals 1999 und soll in der 333
MhZ-Version für den A1200 599 EURO, in den restlichen 400
MhZ-Versionen für jeweils 899 EURO erhältlich sein. Die
Homepage zu der Karte findet sich unter http://www.joecard.com. Dort
besteht auch eine Vorbestellmöglichkeit.
3 x G3 - wer hat die Nase vorn ?
In letzter Zeit konnte sich der AMIGA-User vor der Schwemme an G3-Boards kaum noch retten. Plötzlich soll eine karge Wüste zur Oase werden und alle AMIGA-User sollen bald mit G3- oder gar G4-Power rechnen können, und das im wahrsten Sinne des Wortes. In einer Umfrage der Amiga Network News in Zusammenarbeit mit den Czech Amiga News, lag die Karte von Phase 5 unter den rund 450 Teilnehmern mit 23% klar vorne. Gefolgt wurde sie von dem met@box-Projekt mit 22% und klar abgeschlagen war die Escena G3-Karte mit nur 3%. 42% aller Teilnehmer waren sich zwar darüber im Klaren, daß sie eine Karte kaufen möchten, aber noch nicht wissen, welche und 10% meinten, sie wollten sich keine der drei Karten kaufen. Wer nun letztendlich das Rennen macht, bleibt abzuwarten, denn die Erfahrung hat gezeigt, daß alle Umfragen relativ relativ sind..